Projekt "Alte Reben"


Unser zweites Grundstück liegt direkt unterhalb des Biotops und war – wie man auf Bildern erkennen kann – ein verwilderter und nicht mehr genutzter Wingert. Die Idee, was wir damit machen, kam uns beim Besuch der Agrar-Messe in Nieder-Olm letztes Jahr. Nochmals Riesling anbauen wollten wir nicht, da dieser bereits ca. 60% des an der Mosel angebauten Weines ausmacht.

Auf der Messe kamen wir an einem interessanten Stand vorbei – dem der „historischen Reben“.

 

Die Idee der beiden Verantwortlichen dabei ist, seltene und einheimische Rebsorten, die als ausgestorben galten, wieder neu zu entdecken und mit Hilfe der Winzer wieder neu anzubauen.

Gleichzeitig bieten sie die Möglichkeit, auch als Weinliebhaber aktiv zum Erhalt dieser in Vergessenheit geratenen Rebsorten beizutragen: Und zwar mit Hilfe einer Patenschaft. (Bei Interesse klicken Sie auf den hinterlegten Link).

 

Wir beide waren von diesem Konzept so begeistert, dass wir uns entschieden haben, selbst zwei dieser Sorten in unserem Projekt anzubauen: Fränkischer Burgunder und Gelber Kleinberger.

Natürlich dauert es eine Weile - ca. 3 Jahre - bis wir die neuen Weine ernten und Ihnen zum Probieren/Verkaufen anbieten können!

Hier ein paar interessante Fakten: Der fränkische Burgunder wurde in einem seit 1890 ungenutzten Weinberg bei Halle entdeckt, der Gelbe Kleinberger ist der älteste Hausstock, der an der Mittelmosel gefunden wurde.

Wenn Sie weitere detailliertere Informationen zu diesen und weiteren Sorten finden möchten, besuchen Sie die beiden im Text verlinkten Webseiten.

 

Gerade als leidenschaftliche Winzer ist es uns wichtig, die Region zu unterstützen und die Weinlandschaft in unserem schönen Moseltal etwas bunter zu gestalten. Was gibt es da Besseres, als relativ unbekannte und alte Rebsorten anzubauen, die es so kaum noch an der Mosel gibt?

Neben einer Erweiterung unseres Sortiments durch eben diese ausgefallenen Sorten liegt es uns auch am Herzen, einfach etwas Neues auszuprobieren. Nicht nur für unsere Kunden, sondern auch für uns. Wir möchten unser Weingut und unsere Weine - wie auch uns selbst - stets weiterentwickeln. Und neuer, leckerer Wein bringt frischen Wind und erfreut das Gemüt!

 

Um nochmal zu unserem Projekt zurückzukommen: Neben diesen Weinsorten möchten wir auch eine Art zweites, kleines Biotop schaffen. Dazu werden wir ausgewählte Bäume setzen und der Natur ihren Lauf lassen, indem wir nicht regelmäßig in die Entwicklung eingreifen. Das heißt: Einfach alles eine Weile wachsen lassen.

Die Fläche wurde geschreddert und gerodet, damit demnächst gepflanzt werden kann.

 

 

Aktuelle Fortschritte

Am Dienstag ging es dann endlich weiter. Nachdem wir unsere Fläche montags ausgezeilt und mit Pfählen markiert hatten, wurden dienstags die Reben gepflanzt. Da unser Projekt im Steilhang liegt, mussten die Reben - wie unten auf den Bildern zu sehen ist - per Hand mithilfe eines Maßbandes gesetzt werden. Anhand eines Drahtes - dafür sind u.a. die Pfähle gedacht gewesen - konnte sich der Fahrer orientieren, um die Spur zu halten. Es war wirklich super interessant und alles verlief problemlos. Außer dass wir 24 Reben zu wenig hatten - diese werden jetzt von Hand gepflanzt. Aber kleinere Planunsfehler können bei solch einer Fläche schon mal passieren.

Wir sind sehr froh, dass dieser wichtige Schritt so gut geklappt hat und freuen uns, dass auch dieses Projekt immer weiter Form annimmt.

Wie auch oben gesagt, haben wir alles erstmal wachsen lassen und lassen es noch wachsen - teilweise auch zum Schutz der Reben vor Wildschweinen, die anfangs ein paar Reben ausgebuddelt haben.

Aber schaut ich einfach die neuen Bilder an und seht selbst, wie sich das Projekt entwickelt hat.